Warum Hausschule?

Freiheit

Das Lernen zu Hause gibt den Familien eine große Freiheit, sich wirklich wahren, guten und schönen Inhalten zu widmen; die Werte an die Kinder weiterzugeben, die den Eltern am Herzen liegen und zu lernen, wo und wann es sinnvoll ist; ob am Schreibtisch, in der Natur, oder auf einer Reise um die Welt.

Individualität

Jedes Kind hat unterschiedliche Stärken, Schwächen und Vorlieben, und jedes Kind hat eine andere Lerngeschwindigkeit. Hausschule bietet den idealen Rahmen, um auf jedes Kind mit seinen Bedürfnissen individuell einzugehen.

Effektivität

Dadurch, dass jedes Kind in seiner eigenen Geschwindigkeit lernt, werden Frustration und Wissenslücken vermieden und das Lernen wird wesentlich effektiver. Dies ermöglicht ein deutlich höheres Bildungsniveau und gibt den Kindern genügend Zeit zu denken und zu reifen.


Einheit

Es ist immer wundervoll zu sehen, wie die Harmonie in der Familie größer wird und die Familie zusammenwächst. Die Jüngeren lernen von den Älteren, die Älteren lernen Verantwortung für die Jüngeren zu übernehmen, und einheitlich strebt man zu gemeinsamen Zielen.

Reinheit

Reinheit ist eine große Kraft und Schönheit, die bei den Kindern erhalten bleibt und wächst, die nicht mehr stetig der Destruktivität der heutigen Gesellschaft ausgesetzt werden und die aus dem sicheren und geschützten Rahmen der Familie heraus agieren können.


Wie funktioniert Hausschule?

Hausschule funktioniert dann gut, wenn beide Eltern dahinter stehen und einer zuhause bleibt um sich dem zu widmen. Eltern zu sein ist eben ein vielfacher Beruf und eine Berufung. Bei den jüngsten Kindern übernimmt dieser Elternteil die Funktion eines Lehrers. Bei den Älteren achtet er auf Disziplin und steht für Fragen und Probleme bereit, denn die Kinder wachsen Schritt für Schritt in die Selbstständigkeit. Bei guter Anleitung und gut vorbereitetem und selbsterklärendem Material geht das besonders gut und schnell. Dies ist ein Ziel unseres Kurrikulums.

"Ich habe so viel aus meiner Schulzeit vergessen, wie kann ich dann meine Kinder unterrichten?"

Dies ist eine häufig gestellte Frage. Unser Kurrikulum nimmt schon in der ersten Klasse die Eltern an die Hand und hilft ihnen, die eigenen Kinder zu unterrichten. Umso älter die Kinder werden, umso weniger sind es die Eltern, die unterrichten: es sind die Kinder, die sich anhand des Kurrikulums selbst unterrichten. Es ist also nicht notwendig, daß Eltern alles können und wissen, was sie sich an Bildung für ihre Kinder wünschen. Beim Josephum stehen außerdem Lehrer bereit, die gerne bei Fragen helfen.

"Ich habe fünf Schulkinder und ein Kleinkind, wie soll das funktionieren?"

Es empfiehlt sich zu Beginn des Schuljahres einen genauen Zeitplan aufzustellen, den man im Verlauf nach Bedarf noch anpasst. Die Kinder in der ersten und zweiten Klasse benötigen nur kurzen Unterricht, die Kinder in der dritten bis sechsten Klasse können schon für viele Aufgaben alleine gelassen werden und ab ungefähr der siebten Klasse arbeiten viele Kinder schon vollständig selbstständig. Sobald die älteren Kinder 12 Jahre alt werden, werden sie eine tatsächliche Hilfe im Haushalt und sind auch schon in der Lage ihren kleineren Geschwistern bei der Schule zu helfen. Es ist also tatsächlich möglich, mit vielen Kindern in der Familie zu lernen, wie das Beispiel von zahlreichen Familien zeigt, die es durch diese anspruchsvolle Zeit erfolgreich geschafft haben.

Wie schließen die Kinder Freundschaften und lernen sozialen Umgang?

Geschwister sind ideal um sozialen Umgang zu lernen; wenn es keine gibt (z.B. bei einem Einzelkind), empfehlen wir, sich mit anderen Familien zusammen zu schließen. Aber auch bei kinderreichen Familien sollten sich die Eltern um die Kontakte ihrer Kinder kümmern. Freundschaften mit anderen Familien sollte man auf jeden Fall pflegen, da sie für Kinder und Eltern einen bereichernden Austausch bieten. Die Kinder können auch Mitglied bei Pfadfindern, Sport- und anderen Vereinen werden und auf Ferienlager gehen. Hausschule bietet da sogar noch mehr Freiheiten, da man deutlich flexibler ist.

Ein Umfeld mit Erwachsenen und Kindern unterschiedlichen Alters ist erstens natürlicher und bietet außerdem bessere Möglichkeiten um soziale Fähigkeiten zu erlernen. Kinder schauen typischerweise zu den Älteren auf, die ihnen in den meisten Fällen etwas voraus haben und die früh Verantwortung für die Jüngeren übernehmen. Mobbing kommt in so einem Umfeld weniger vor; schon allein durch das Alter sind alle natürlicherweise unterschiedlich wodurch es mehr Offenheit für die Verschiedenartigkeit der Anderen gibt, die Älteren haben schon eine gewisse Distanz zu Kleinlichkeiten und können auch vermitteln, wenn Jüngere sich streiten.

Die Hora Aurea

Das Kurrikulum ist so aufgebaut, daß in verschiedenen Fächern Geschwister die im Alter nah beinander sind, das gleiche lernen und sich Geschwister mit einem größeren Altersunterschied dem gleichen Thema auf unterschiedlichem Niveau widmen. Passend zu den Themen legen wir den Familien sehr ans Herz, eine Stunde am Tag gemeinsam zu lernen, zu diskutieren, in Spielen das Gelernte zu prüfen und zu wiederholen und Museen, Konzerte oder die Natur zu entdecken. Dadurch wird das Gelernte vertieft, verfestigt und bereichert, die Kinder schärfen ihre Gedanken im Austausch mit den anderen Familienmitglieder, und die Familie wächst noch stärker zusammen. Diese Stunde nennen wir  "Hora Aurea", also die goldene Stunde, weil sie sich schon als so fruchtbar für viele Familien erwiesen hat.

beispiele für die hora aurea